Bestandsaufnahme

Eigentlich wissen wir es schon ganz lange. Wir wollten es nur nicht wahr haben, oder?!? Unsere Welt ist kaputt. Schauen wir uns doch mal um...


Hunger in der Welt

1985 verfolgten 1,9 Mrd. Zuschauer weltweit betroffen das von Bob Geldof initiierte Live Aid Konzert. Man wollte auf den Hunger in der Welt, speziell Afrika, hinweisen, Spenden sammeln und nachhaltige Verbesserung bewirken. Damals kamen 200 Mio. $ zusammen. Heute, 28 Jahre später, sterben noch immer 30-40 Millionen Menschen weltweit an Hunger bzw. den direkten Folgen. In Afrika stirbt alle 10 Sekunden ein Kind an Hunger (Quelle: Unicef).



Klimakatastrophe


Der Treibhauseffekt wurde bereits vor 200 Jahren von Joseph Fourier entdeckt. Kohlendioxid als Treibhausgas ist seit den 1850er-Jahren bekannt. Bereits vor dem Ende des 19. Jahrhunderts erwähnt Svante Arrhenius erstmals, dass der Mensch den CO2-Gehalt der Atmosphäre erhöht. Der Kanadier Guy Steward Callendar erforschte in den 1930er-Jahren die CO2-Konzentration in der Atmosphäre und stellte fest, dass die Erde sich pro Jahr um 0,005 Grad Celsius erwärmt - zu viel für einen natürlichen Klimawandel. 1941, mitten im zweiten Weltkrieg, erforscht der junge deutsche Meteorologe Hermann Flohn im Reichsamt für Wetterdienst die Wirkung von Städten, Stauseen und Wäldern auf das lokale Mikroklima und die Industrie-Emissionen wie CO2, aber auch Staub und Ruß. Angesichts der Komplexität der Zusammenhänge warnt Flohn:


Ab 1960 wurden erste Klimamodelle erstellt. 1971 wurde die erste Warnung vor irreversiblen Folgen ausgegeben und im Februar 1979 fand der erste weltweite Klimagipfel statt. Die Politik ist damals noch außen vor. 1985: Die DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft) warnt erneut - Jetzt muss begonnen werden! 1986 erreicht die Klimakatastrophe die Medien. Seit 1987 gibt es politische Gremien gegen für den Klimaschutz. Im Jahr 2007 wird der Klimawandel offiziell. (Quelle: https://www.br.de/klimawandel/klimawandel-klimaforschung-geschichte-historisch-100.html)

Bisher wurde noch kein Erfolg zur Verhinderung der Erderwärmung erzielt. Der von Greta Thunberg, initiierten Fridays for Future Initiative und ihrer Hartnäckigkeit verdanken wir, daß die Klimakrise weltpolitisch den längst überfälligen Stellenwert erhalten hat.


Corona Pandemie


Seit 2020 kämpft die Welt gegen das Corona Virus. Millionen Menschen starben am Virus. Millionen wirtschaftliche Existenzen wurden im Rahmen der Maßnahmen gegen das Virus zerstört. Kinder und Jugendliche haben ein großes Stück ihrer Entwicklung unwiederbringlich verloren. Alte Menschen haben ihre letzten Tage in Isolation verbracht und sind nicht selten alleine gestorben. Das Virus wird nicht verschwinden. Es bleibt unser ständiger Begleiter. Es wird unseren Alltag nachhaltig verändern.


Kriege weltweit



Bis zum 24.03.2022 waren wir in Europa in der glücklichen Lage seit 77 Jahren in Frieden leben zu können. Wir sind alle zurecht entsetzt und haben natürlich Angst vor einer Ausbreitung dieses Konfliktes und dem womöglich 3. Weltkrieg. Die Solidarität der Welt gegenüber der Ukraine ist überwältigend und richtig.


Und jetzt kommt ein ABER daß nicht so gemeint ist wie es sich erst einmal anhört...


Jedes Jahr toben weltweit rund 20 Kriege und bewaffnete Konflikte.

Manche nahezu unbemerkt vom Rest der Welt. Manche bekommen ein paar Tage die Aufmerksamkeit der Medien bis ein anderes Thema interessanter wird und manche wurden schon so oft thematisiert, daß sie uns scheinbar nicht mehr kratzen.


Fakt ist, in all diesen Konflikten sind unschuldige Zivilisten die Opfer, werden junge Soldaten / Kämpfer für zweifelhafte Ideale, Zwecke / Interessen verheizt. All diese Opfer verdienen Empathie, Solidarität und Hilfe.


Was halte ich davon?


Es scheint egal zu sein wie renommiert die Wissenschaftler, wie engagiert die Aktivisten, wie verzweifelt die Opfer sind. Ab einem gewissen Punkt scheint die Menschheit sich der Vogel Strauß Methode anzunehmen und verfährt einfach nach dem Motto 'was ich nicht sehen will, das gibt es auch nicht'.


Der Neudeutsch bezeichnete Whataboutism hat in die Eckkneipen und Wohnzimmer Einzug gehalten. Man reibt, ja spaltet sich an den kleinsten Kleinigkeiten. Kluge junge Frauen wie Greta Thunberg oder unsere Außenministerin Annalena Baerbock werden von "alten weißen Männern" diskreditiert, ja beleidigt. Der BILD Zeitung lesende Durchschnitts-Lemming rennt unreflektiert hinterher und verbreitet schlecht gemachte Fake News in die Welt.


Nachbarn und Familien zerstreiten sich über Systemrelevanz, Impfpflicht oder gar Herkunft. Flüchtlinge werden in gute (Ukraine) und schlechte (Syrien) unterschieden. Die schon im 2. Weltkrieg völlig unangebrachte Bezeichnung "Der Russe" hält wieder Einzug in den Wortschatz einiger bildungsferner Mitmenschen.


Es ist als hätte man den Wecker einmal zu viel auf Schlummern gestellt. Man dachte "Ach, noch 5 Minuten..." aber dieses eine Mal Schlummern war zu viel. Jetzt werden wir wach und wissen nicht was zuerst tun...


Es gibt viele, ganz viele die seit Jahren nicht gehört werden. Ganz viele die gebetsmühlenartig auf die diversen Mißstände hingewiesen haben, etwas ändern wollten, ja Lösungsvorschläge haben.

Sie wurden nicht ernst genommen. Weil sie jung waren. Weil sie Frau waren. Weil sie nicht studiert haben. Weil sie anders aussehen oder sind. Weil sie keine Lobby hatten.


Ich weiß nicht ob es zu spät ist. Ich hoffe es nicht.


Aber wenn es zu spät ist, dann habt Ihr das verkackt Ihr verdammten "alten weißen Männer".

Ihr egoistischen, selbstherrlichen Lobbyisten. Wenn die Krümel jetzt keine Zukunft mehr haben, dann hat das der fette, unbewegliche alte Kuchen versaut.


Das musste mal raus ;-)



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