Home Office NICHT erwünscht...


Leute, Leute... Es ist zum Haare raufen...


Da zwingen Arbeitgeber mitten in der Pandemie, entgegen der Anweisung der Bundesregierung,

ihre Angestellten mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro zu kommen. Tja, es heißt ja auch:

"Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser."

Denn... Der Arbeitnehmer an sich ist schlecht.

Er lügt und betrügt wo er kann und überhaupt ist er stinkfaul.



Auch im Jahr 2021 scheint in den Chefetagen noch immer die Meinung vorzuherrschen,

dass Home Office nur erschlichener Urlaub ist.

Na klar! Was auch sonst?

Mann, Mann, Mann... Da möchte man schon mal den ein oder anderen wach rütteln und laut, ja sehr laut schreien...

Ganz ehrlich, bei so was könnt ich aus den Schuhen springen.

Was glauben die Herrschaften eigentlich?


Ich habe auch mal in Büros gearbeitet und ich habe viel Home Office gemacht und kann klar sagen,

im Büro hab ich mehr faule "Nüsse" ihre Zeit absitzen sehen.

Im Laufe der Jahre habe ich einige Oscar verdächtige Kandidaten live erlebt. Wild fluchend, wirbelnd, jammernd über die nicht mögliche Mittagspause, immer ein bisschen länger da. Klar. Man braucht ja auch etwas länger wenn man den halben Tag auf Betriebskosten mit Freunden telefoniert, seine komplette private Korrespondenz erledigt und noch 20-30 Level Candy Crush erledigen muss.

Die Chefetage war von eben diesen Mitarbeitern immer total angetan: "Also die Frau Mustermann, die hat hier gestern wieder zwei Stunden länger gesessen und das ganze ohne Mittagspause!

Toll. So ein Einsatz.


Versteht mich nicht falsch... Natürlich ist nicht jeder, der im Büro sitzt so. Ganz im Gegenteil! Die meisten sind engagiert und vertrauenswürdig.

Aber die sind es auch im Home Office! Und genau das ist der Punkt.


Letztendlich ist es doch vollkommen egal

wo und wann man seine Arbeit erledigt. Voraussetzung ist natürlich immer,

dass Home Office grundsätzlich möglich ist.


Mich stört die Einstellung der Chefetagen. Es gibt kein Vertrauen und das ist schade.

Die meisten von uns sind doch so gestrickt, dass wir das was wir machen so gut wie möglich tun möchten. Wir mögen Anerkennung und wollen einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Ja, es ist verrückt, aber ich gehe so weit zu behaupten, dass es Menschen geben soll, die ihren Job gerne machen!

Das System Arbeit nach reiner Anwesenheit zu bewerten ist doch total überholt. Wie gesagt, ich rede hier von Jobs in denen das möglich ist.

Hauptsächlich Büro Jobs ohne Kundenverkehr.

Arbeit sollte doch nach ihrem Wert, also ihrer Resultate bewertet werden.


Es ist doch völlig egal ob Frau Mustermann neben der Erstellung der Power Point Präsentation

für die kommende Woche Suppe kocht, das Kind füttert oder Wäsche wäscht.


Es ist doch auch egal ob sie das zwischen 09 - 17 Uhr oder doch erst nach 19 Uhr wenn das Kind im

Bett liegt tut. Es zählt doch nur, dass Herr Wichtigmeier die Präsentation rechtzeitig vor seinem Termin wunschgemäß erhält.


Klar gibt es Geschäftszeiten für telefonische Erreichbarkeit und die müssen auch im Home Office gelten. Das ist ja auch für den Angestellten gut so, denn es ist erwiesen, dass viele Arbeitnehmer im Home Office länger arbeiten als im Büro.

Aber ist es wirklich schlimm wenn bei einem Geschäftstelefonat ein Baby im Hintergrund schreit? Warum sollen Kinder bei der Videokonferenz nicht im Hintergrund spielen? Und ist die Katze, die kurz durchs Bild läuft ein Kapitalverbrechen?


Es ist wirklich an der Zeit sich mal locker zu machen und zu sortieren was in einem Job wirklich wichtig ist. Es werden schon nicht plötzlich alle auf immer im Home Office verschwinden. Aber, unabhängig von der Pandemie, Home Office ist in vielerlei Hinsicht gut, ja sehr gut.

  • Arbeit und Familie lassen sich so besser vereinen

  • Die Staus werden ein bisschen kürzer

  • Die Abgasbelastung geht vielleicht ein bisschen zurück


Das musste mal raus ;-)



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